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Pflanzenheilkunde Aktuell | |
Pflanze des Monats März: Die BrennesselSynonyme…Nessel, Hanfnessel, Saunessel, Donnernessel, Senznessel, Senznettl, Nettel… Allgemeines… Es gibt als Droge die große (Urtica dioica) Nessel, die bis zu 1,5 m hoch werden kann, oder die kleine (Urtica urens) Nessel die 30 – 60 cm hoch werden kann. Brennesseln stehen immer dort, wo Menschen wohnen. Sie stehen in der Nähe von Häusern, Stallungen, an Zäunen und Hecken, im Garten, an Mauern, Wiesen, Schuttplätzen und an Waldrändern. Der Boden auf dem sie stehen ist meist überdüngt. Brennessel – Arten kommen in ganz Europa vor, denn sie sind Kosmopoliten. Arzneidroge… Die Blütezeit der Brennessel ist Juni bis September. Die Samenreife ist im Herbst. Der Geruch der Brennessel ist eigenartig, aber nicht ausgesprochen unangenehm, ebenso der Geschmack. Brennesselkraut: während der Blüte werden die oberirdischen Teile der Pflanze gesammelt und getrocknet. Die Droge wird für Tee und andere galenische Zubereitungen in wirksamer Dosierung verar-beitet. Brennesselblätter: während der Blüte werden die frischen Blätter geerntet und getrocknet. Auch hier wird die Droge als Tee, oder zu anderen galenischen Zubereitungen aufbereitet. Brennesselwurzeln: man verwendet die unteriridischen Teile, sowie Zubereitungen aus Brennesselwurzeln in wirksamer Dosierung. Tee… Das Brennesselkraut und die Blätter gibt man in mittlerer Tagesdosis von 8 – 12,0 g entsprechend der Zubereitung. Die Brennesselwurzel empfiehlt man in mittlerer Tagesdosis von 4 – 6,0 g, der Zubereitung entsprechend. Inhaltstoffe und Wirkung… Blätter und Kraut der Brennessel enthalten Mineralsalze, vor allem Kalzium- und Kaliumsalze, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor und Kieselsäure. Die Wurzeln der Brennessel enthalten 3 – Beta Sitosterin in freier, glykosidisch gebundener Form und Scopoletin. In der Monographie werden das Kraut und die Blätter zur Durchspülungstherapie empfohlen. Die Brennesselwurzel dient der Erhöhung des Miktionsvolumens und des maximalen Harnflusses, also zur Erniedrigung der Restharnmenge. Volksmedizin… Der römische Dichter Catull, 57 n.Chr., verherrlichte die Brennessel in einem Gedicht, nachdem sie seinen „tüchtigen Schnupfen und Husten“ heilte. In der altgermanischen Mythologie war sie ein Symbol des Blitzgottes Donar, daher auch der Name Donnernessel. Im Volksglauben und Erzählungen spielt die „Nessel“ bis in unsere heutige Zeit immer noch ihre Rolle als Gewitterschutz, in Bergbauernhöfen legt man sie dazu ins Feuer…, schon im Altertum gab man den Liebestränken Brennesselsamen bei…, „wer heiß brennende Liebe im Herzen fühlt, soll die brennende Nessel tragen“ heißt es im altdeutschen Manuskript von der „Sprache der Blumen“ … Die Brennessel zählt zu den bekanntesten „Blutreinigungsmitteln“ unter den Heilpflanzen. Man kennt sie als altes Heilmittel zur Unterstützung bei Erkrankungen der Harnwege, Wassersucht, Nieren- und Harngrießleiden. Ihre Stuhlfördernde Wirkung bringt „verhockte“ Stoffe zum Abgang. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Blutarmut „behoben“, die Widerstandskraft gestärkt. Rheuma- und Gichtkranke brauchen diese segensreiche Pflanze, ebenso wie man sie zu den „Frühjahrskuren“ liebt. Niedergeschlagenheit und Übermüdung verschwinden nach einer solchen Kur…, denn sie soll Leber-, Galle- und Milzerkrankungen, Verschleimung des Magens und der Atemwege, Magenkrämpfe, Darmleiden und Verdauungsstörungen gut tun. Bei Lungenleiden soll man reichlich Honig zum Tee nehmen… Laut Ebba Waerland ist die Brennessel ein wirksames Vorbeugungsmittel gegen die radioaktive Verseuchung der Luft, man soll fallweise täglich 3 – 4 Gläschen frischen Brennesselsaft zu sich nehmen…, denn der Saft tut dem Blut gut, so soll die mitunter gefährliche Vermehrung der Leukocyten entgegenwirkt werden. Man setzt in der Erfahrungsmedizin Brennesselschnaps an, als Brennesselspiritus kennen wir die Nessel für äußerliche Einreibungen, Waschungen und Auflagen bei Hautunreinheiten, Brennessel - Haarwasser und Shampoo… Nebenwirkungen, Kontraindikationen… sind keine bekannt. Cave! Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit. Bei Brennesselblättern kann es manchmal zu leichten Magen- und Darmbeschwerden kommen. Diese Aussage trifft nicht auf das Brennesselkraut zu. Darreichungsform und Zubereitungen… als Tee, Tinktur, Kapseln, Tabletten, Tonika, und Fertig-arzneimittel in Kombination, Kosmetika… Homöopathie… Zur Bereitung der Urtinktur wird die Urtica urens (kleine Brennessel) genommen. In der entsprechenden Verdünnung kennt man sie bei Neigung zu Grieß-, Sand- und Steinbildung, rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Harnblasenkatarrh, alle Arten von Harnwegserkrankungen, Bettnässen, Milzschwellungen und nach Infektionserkrankungen. Bei hartnäckiger Verstopfung und chronischen Durchfällen, nesselsuchtartigen Ausschlägen, „scharfer“ Ausdünstung der Haut, starkem Schwitzen, zu starke oder zu schwache Menstruation, zum Abstillen und unterdrückter Milchsekretion. Tiermedizin… bei Koliken wird sie dem erkrankten Haustier gegeben. Aus kleingeschnittenen Brennesselwurzeln, ausgelassen in Fett, kann man eine Salbe herstellen, mit der das Fell der Pferde bestrichen wird, dies verleiht dem Tier ein frisches und gesundes Aussehen. Brennesselheu ist für die Kühe eines der gesündesten Futtermittel. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie… Pflanze des Monats Februar: Der AckerschachtelhalmSynonymeZinnkraut, Fegekraut, Bandwisch, Katzenstiel, Katzenwedel, Kandelwisch, Kannenkraut, Pferdeschwanz, Schabrausch, Schaftheu, Schafheu, Schafstroh, Scheuergras, Zinngras, Zinnheu, Katzenzagel, Kuhtod, Schaftelen, Dubockkraut… Allgemeines Wir kennen es als blütenloses Unkraut. Es hat einen ausdauernden, schwarzen, schnurartigen Wurzel-stock, welcher sich breit und tief ausbreitet. Im Frühjahr sehen wir den einfach gegliederten, bleichen, später braun werdenden Fruchtstängel. Am oberen Ende steht der zapfenartige Fruchtstand, welcher die Sporen enthält. Die Sommerwedel sind gerippt, grün, sie haben quirliförmig gestellte Äste, die zur Spitze hin kleiner werden. Das Zinnkraut kann bis zu 50 cm hoch werden. Die Pflanze liebt lehmige, feuchte Böden. Man findet sie an Gräben, Wiesenrändern, Böschungen und Ödland. Beheimatet ist es in Europa, Nordasien, Nordafrika und Nordamerika. Es ist fast über die ganze nördliche Halbkugel verbreitet. Die Pflanze gilt als lebendes Fossil. Arzneidroge Die Sporenreifung ist März bis April. Es werden die frischen oder getrockneten, grünen, sterilen Sprossen sowie die Zubereitungen in wirksamer Dosierung verwendet. Das Kraut hat keinen besonderen Geruch. Der Geschmack ist schwach bitter und ein wenig salzig. Innerlichen Einnahme: hier wird die zerkleinerte Droge für Infuse als auch andere galenische Zuberei-tungen verabreicht. Äußere Anwendung: man bereitet aus der Droge Dekokte und andere galenische Zubereitungen. Das Sumpfzinnkraut und Teichzinnkraut sind keine Heilpflanzen. Sie bewirken Brechreiz und in größeren Gaben lähmend. Tee Hier gilt für die mittlere Tagesdosis 6,0 g der Droge, den Zubereitungen entsprechend. Umschläge Für die äußerliche Anwendung nimmt man für einen Umschlag 10,0 g Droge auf 1 Liter Wasser. Inhaltstoffe und Wirkung Es ist die kieselsäurereichste Pflanze der Welt, enthält das Saponin Equisetonin, organische Säuren, Kalk-, Kalium und Natriumsalze, Eisen, Mangan und Magnesium und Flavonoide. Es wurde das Alkaloid Equisetin nachgewiesen, welches durch einen auf der Pflanze wachsenden Pilz (Ustilago equiseti) ausgelöst wird. Allerdings befällt dieser Pilz erst im Spätsommer die Pflanze. In der Monographie wird sie als schwach diuretisch beschrieben. Indikation für die innerliche Anwendung ist das posttraumatische und statische Ödem, bakterielle und entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege und Nierengrieß. Für die äußerliche Anwendung nennt man die unterstützende Behandlung bei schlecht heilenden Wunden. Volksmedizin Die Pflanze wird als Bindegewebs- und Stoffwechselmittel zur Unterstützung genommen. Man kennt sie zur Blutreinigung, als unterstützendes Arzneikraut bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht, chronischer Blasenreizung, Blasenentzündung, Harngrieß, Enuresis, Nephritis mit Albuminurie, Harnverhaltung, Blasenkrampf, Fluor, Entzündungen, Geschwüren, eiternden Wunden, Ulcus cruris. Leberstauung und Milzschwellung, Asthma, Bronchitis und Diarrhoe werden entlastend unterstützt. Gegen Schweißfüße und Frostbeulen nehme man ein Bad. Bei Lidrandentzündung und Gerstenkorn, Nagelbettentzündung haben sich Spülungen oder Auflagen bewährt. Die Heilwirkungen waren schon im Altertum bekannt. Die Arzneipflanze war der „Pferdeschwanz“ des Dioskurides. Er gab sie seinen Patienten zur Blutstillung, als harntreibendes und hustenstillendes Mittel. Nebenwirkungen, Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Tinktur, Tabletten, Fertigarzneimittel in Kombination, Frischpflanzenpresssaft. Homöopathie Die Essenz in ihren Verdünnungen nimmt man bei Blasenreizung mit anschließendem Bettnässen, krankhaften Harndrang, schleimigen Harn, Grieß, Sand und zur Pflege der Bronchien. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie… Pflanze des Monats Januar: Der HuflattichSynonyme…Berglatschen, Brandlattich, Fohlenfuß, Bachblümlein, Hufblatt, Ohmblätter, Märzblume, Männerblume, Ladderblätter, Labassen, Hoflörrich, Sandblume, Hitzeblätter, Chappeler, Eselschrutt, Loambleamel, Rosshub, Sommertürl, Tabakkraut, Zeitrösele… Allgemeines… Seine leuchtendgelben, scheibenförmigen Blüten werden bis zu 15 cm hoch. Die Blütezeit ist Februar bis März, die Früchte tragen einen weißen Haarschopf. Seine Blätter sind grob gezähnt, an der Unterseite weiß – filzig und können handgroß werden. Er liebt feuchte Lehm- und Kalkböden, steht gerne auf Ödland, Eisenbahnböschungen, Ackerrändern und liebt die Sonne. Seine Heimat ist Europa, Nordafrika und Asien, in Nordamerika hat er eine neue Heimat gefunden. Er gehört zur Familie der Korbblütler. Interessant ist, dass es die einzige heimische Pflanze ist, welche auf reiner Braunkohle gedeiht. Arzneidroge… Man verwendet die frischen oder getrockneten Laubblätter. Sie werden im Mai und der ersten Junihälfte geerntet. In der Erfahrungsmedizin werden auch die Blüten im März und April gesammelt. Die Blätter haben einen schwachen Geruch, der Geschmack ist zusammenziehend, etwas bitter und schleimig. Die Blüten duften schwach honigartig, haben aber den Geschmack der Blätter. Tee… Zur Tagesdosis werden 4,5 – 6,0 g Droge der Zubereitung entsprechend empfohlen. Die Tagesdosis der Droge und von Teemischungen darf nicht mehr als 10 µ, die von Extrakten und Frischpflanzenpressaft nicht mehr als 1 µ Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Inhaltstoffe und Wirkung… Die Blätter und Blüten enthalten Schleim und Gerbstoff, Bitterstoff und ätherisches Öl, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Inulin… Anmerkung: wechselnde Mengen von nicht nachweisbar bis 0,015 % an hepatotoxischen Pyrrolizidinalkaloiden mit einem 1,2 – ungesättigten Necingerüst und deren N – Oxide wie z.B. Tussilagin oder Senkirkin. In der Apotheke und im Reformhaus gibt es einen Anbieter mit sehr niedrigen Werten, daher bleibt dieser Tee und Presssaft auch frei verkäuflich. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, da konkrete Verdachtsfälle nicht vorliegen. Als Indikation findet man in der Monographie die Angaben… akute Katarrhe der Luftwege mit Husten und Heiserkeit, auch für akute leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Volksmedizin… Hier kennt man ihn heute als entzündungshemmendes und schleimlösendes Mittel der Respirations-organe. Tonika enthalten die Bitterstoffe, werden aber gerne bei Husten und Bronchitis mit festsitzendem Schleim und krampfartigen Reizzuständen der Luftwege, Heiserkeit, bei Keuchhusten, Asthma bronchiale und Lungenentzündung genommen. In der Erfahrungsheilkunde kennt man ihn auch bei Raucherhusten mit starker Verschleimung, einer leichten Gastritis als Magenmittel, bei Durchfall und Appetitlosigkeit. Äußerlich: Er wird als Umschlag genommen bei leichten Entzündungen und Schwellungen. Man nimmt ihn für kosmetische Hautwaschungen, Haarwäschen und Packungen. Naturärzte im Altertum bis zur Zeit Pfarrer Kneipp bekam der Huflattich immer Lob, da er gegen „wider alle Gebresten der Brust“ (Matthioli) half. Man nahm ihn bei trockenem Husten, Engbrüstigkeit, Tbc, Lungenabszess und Katarrhen mit Schleim ein. Huflattichblätter und –blüten wurden als blutreinigendes Mittel empfohlen. Die zerstoßenen frischen Blätter dienten als Absud für Umschläge bei Venenentzündungen und zur Beseitigung der Skrofulose. Man setzte ihn bei Fußgeschwüren mit „bösartigen Charakter“ ein. Er wurde auch als kühlender Umschlag bei Fieber gegeben. Nebenwirkungen, Interaktionen… sind keine bekannt. Kontraindikationen… Schwangerschaft und Stillzeit Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Tonika, Fertigarzneimittel in Kombination, Frischpflanzen-presssaft. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie… Pflanze des Monats Dezember: Die GewürznelkeSynonyme...Nagerl, Gewürznagerl... Allgemeines... Sie gehört zu den Myrtengewächsen. Ihr Baum kann bis zu 20 m hoch werden. Er ist immergrün und schlank. Seine Blüten sind weiß und stehen in endständigen, dreiteiligen Schirmrispen. Den Baum findet man in Ostafrika, seine Heimat sind die Molukken, die Philippinen und Malaysia. Arzneidroge... Die Blütenknospen werden von Hand gepflückt und anschließend getrocknet. Man verwendet das Gewürznelkenpulver, die zerkleinerte oder die ganze Droge zur Gewinnung des ätherischen Öls und für andere galenische Zubereitungen zur lokalen Anwendung. Tee... Wir kennen die Gewürznelke weniger als Arzneitee, aber als duftende, würzige Beigabe zu Weihnachtsteemischungen. Inhaltsstoffe und Wirkung... Die getrocknete Gewürzdroge sollte einen Anteil an 14 % ätherischen Öls haben. In der Monographie werden die Gewürznelken als antiseptisch, antiviral, antifungal, spasmolytisch und antiseptisch beschrieben. Auch die antibakterielle und lokalanästethische Wirkung in der Zahnheilkunde wird beschrieben. Die Gewürznelken werden hier bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut und zur lokalen Schmerzstillung empfohlen. Es wird das unverdünnte ätherische Öl, oder für Mundwässer die 1 - 5 % ige Verdünnung zubereitet. Volksheilkunde... Hier kennen wir sie als Gewürz zur Weihnachtszeit und sie st auch aus der Küche nicht wegzudenken... Denken wir an ein Kompott, einen Kuchen oder an einen selbst zubereiteten Glühwein mit seinem herrlichen Duft nach Zimt und Nelken... Sie wird als Gewürz zu Fischgerichten und für Wildbeizen gebraucht. Kohlgemüse machen sie leichter verdaulich... Man kennt sie zur Desinfektion im Hals- und Rachenraum, als Stomachikum und Karminativum. Auch in Tonika und Arzneiweinen ist sie zu finden. Man sagt, die Gewürznelken stärken den Sinn und das Gedächtnis, sind gegen schlechten Atem gut und unterstützen die "Hauptflüsse". Gegen Schwindel und Schlafsucht sollen sie auch helfen. Ebenso kennt man sie als Mittel zur Unterstützung bei Bauchgrimmen, Erbrechen und kaltem Magen. Das ätherische Öl der Nelken nimt man gegen melancholisches Geblüt, Schwindel und "Blödigkeit" des Gesichts. Es soll den Kopf, das Hirn und Herz stärken. Es tut bei allen Gebrechen des Magens gut und hilft Koliken vermeiden. Nebenwirkungen, Kontraindikationen... sind nicht bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen... In galenischen Zubereitungen, in Teemischungen, in Tonika und Gewürzweinen, als Gewürz ganz oder pulverisiert, in Gewürzmischungen, in Mundwässern... Das ätherische Öl ist nicht nur bei Zahnschmerzen als leichtes Lokalanästhetikum zu empfehlen... Es ist eine Bereicherung für die Weihnachtszeit, die süßen Leckereien und Spezereien brauchen ihre Nelken..., Duftlämpchen und Duftkissen, Gewürzsäckchen oder eine Gewürzmischung auf einen Teller und Orangen dazu... Zum Jahreswechsel im Punsch, oder ein geschmorter Apfel mit Nüssen, Mandeln, Rumrosinen, Nelken und Zimt... Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats November: Die MelisseSynonyme...Bienenkraut, Bienensaug, Bienenfang, Darmgichtkraut, Englische Brennessel, Hasenohr, Herzbrot, Herztrost, Herzkraut, Frauenwohl, Immenblatt, Zitronenkraut, Ivenblatt, Limonikraut, Pfaffenkraut, Nervenkräutel, Spanischer Salbei, Wanzenkraut, Zahnwehkraut, ... Allgemeines... Die Heimat der Melisse ist das Mittelmeergebiet, Araber kultivierten sie in Spanien. Heute findet man sie bei uns in Bauerngärten und Hausgärten. Sie wird als Arzneipflanze in Kulturen angebaut. Die Melisse liebt einen nicht zu trockenen, sonnigen und windgeschützten Bereich, wo sie bis zu 70 cm hoch werden kann. Melissenblätter sind an der Blattbasis abgerundet, die Blätter der Katzenminze sind herzförmig. Arzneidroge... Man kann die Pflanze zweimal im Jahr ernten, meist Juni und Mitte August, knapp vor und nach dem Erblühen, idealer-weise in den ersten Nachmittagsstunden. Die Pflanze hat einen feinen, angenehmen, zitronenähnlichen Duft. Der Geschmack ist würzig. Verwendet werden die frischen, getrockneten Blätter und deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Tee... 1,5 g - 4,5 g Droge auf 1 Tasse Wasser als Infus, mehrmals täglich nach Bedarf. Inhaltsstoffe und Wirkung... Bestandteile des ätherischen Öles sind Citronellal, Citral, Mono- und Sesquiterpene. Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Triterpensäuren, Bitterstoffe und Flavonoide. Das reine ätherische Öl ist sehr schnell flüchtig und sehr teuer. In der Monographie wird die Droge als beruhigend und karminativ beschrieben. Zu Indikation stehen nervös bedingte Einschlafstörungen, funktionelle Magen- und Darmbeschwerden. Volksmedizin... Schon die Ärzte des Altertums und Naturforscher jener Zeit lobten die Melisse. So empfahl Plinius Secundus Melissensaft mit etwas Honig vermischt als bestes Heil- und Stärkungsmittel für die Augen. Hl. Hildegard beschrieb sie als " binsuga", Bienensaug. Bei Paracelsus ist sie die beste Pflanze für das Herz. In der Erfahrungsmedizin kennt man sie innerlich zur Förderung der Verdauung, bei nervös - spastischen Gastroenteropathien, Brechreiz, leichten Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen und nervösen Herzbeschwerden... Man sagt sie sei gut bei Schwäche- und Reizzuständen, sie ist ein Frauenkraut, auch eine blutreinigende Wirkung sagt man ihr nach. Äußerlich verwendet man die Melisse für Bäder, Melissengeist kennt man als Einreibemittel oder für nass- kalte Um-schläge... Homöopathie... Über einen längeren Zeitraum als Melissa D1 genommen, soll sie gegen Nervenschwäche, geistige und körperliche Übermüdung, nervösen Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Blähungen... gut sein. Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen... sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen... Als Tee, pulverisierte Droge, Flüssig- oder Trockenextrakte, als Frischpflanzensaft und andere galenische Zubereitungen. Das ätherische Öl für Bäder, Kosmetika... Tiermedizin... Der Tee ist ein "Gesundheitstrank" für die Bienen, man stellt ihn in einer flachen Schüssel vor den Bienenstock. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie. Pflanze des Monats Oktober: ThymianSynonyme...Spanisches Kuddelkraut, römischer oder welscher Quendel, Demut, Gartenthymian, Immenkraut, Chölm, Kunerle, Zimis... Allgemeines... Aus dem altägyptischen "tham" wurde griechisch "tymon", später lateinisch "thymus". Schon in alter Zeit kannte man eine thymianähnliche Pflanze, welche wegen des starken Aromas und der antiseptischen Wirkung Verwendung fand. Im 11. Jhdt. wurde er bei uns durch Benediktinermönche eingeführt. Die Heimat des Thymian sind die Mittelmeerländer und Nordamerika.Nördlich der Alpen wächst er nur einjährig. Als kleiner Strauch kann er bis zu 40 cm hoch werden. Der Boden muss gut und in frostfreier Lage sein. Er ist eine Gewürz-pflanze, bei uns eine Kulturpflanze, aber auch auf Felsheiden oder in immergrünen Buschwäldern zu finden. Arzneidroge... Gesammelt wird das blühende Kraut Mai bis September. Die Pflanze hat einen sehr würzigen Geruch, der Geschmack ist aromatisch, etwas kampferartig mit einem etwas bitteren Nachgeschmack. Tee... 1 - 2,0 g Droge auf 1 Tasse Wasser überbrühen, nach Bedarf 2 - 3 x täglich trinken. (Rezepte...) Bad... Als Thymianölbad sehr beliebt, auch für Waschungen zu verwenden, gerade jetzt vor der beginnenden kalten Jahreszeit. Umschläge... Für Umschläge einen Aufguss verwenden, oder z.B. Retterspitz..., hier ist einer der Hauptwirkstoffe das Thymol... Inhaltsstoffe und Wirkung... Das Kraut enthält laut Monographie mindestens 1,2 % ätherisches Öl, mindestens 0,5 % Phenole, berechnet als Thymol. Ferner Saponine, Gerbstoff, Glycoside, Harz..., je nach Standort der Pflanze und dem Klima schwanken diese Inhaltsstoffe. In der Wirkung wird sie in der Monographie als bronchospasmolytisch, expectorierend und antibakteriell beschrieben. Daher wird sie empfohlen zur Unterstützung bei Symptomen einer Bronchitis, Keuchhusten und Katarrhen der oberen Luftwege. Äußerlich wird das ätherische Thymianöl für Bäder, Einreibungen und Umschläge bei Rheumapatienten, Kontusionen oder Schwellungen und Verrenkungen zur Linderung empfohlen. Volksmedizin... Hier hat der Thymian eine lange Tradition. Da er zu den aromatischen Heilkräutern gehört, kennt man ihn hier für den Magen, Krämpfen und Koliken, Dyspepsien und nervöse Magenbeschwerden, hier soll er den Magen kräftigen. Er ist appetitanregend, daher ist er in der Küche ein beliebtes Würzkraut. Bronchialkatarrh, Reizhusten, Krampfhusten, Lungenverschleimung und Fieber brauchen Thymian, so sagt man..., in früheren Zeiten gab man ihn schwachen Müttern. Er sei gut für traurige, unsinnige, melancholische Menschen... Homöopathie... Es wird eine Urtinktur aus der blühenden Pflanze hergestellt. Sie wird bei allen Erkrankungen der Luftwege und des Magen- und Darmtraktes empfohlen. Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen... Als Arzneipflanze, pulverisierte Droge, Frischpflanzensaft, Trocken- und Flüssigextrakt, Fluide, ätherisches Öl, zur inneren und äußeren Anwendung in verschiedenen galenischen Zubereitungen. Lust auf mehr ? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats Sptember: Der schwarze HolunderSynonyme...Elderbaum, Alhorn, Eller, Flieder, Holder, Holler, Huskolder, Kisschke, Keilken, Schwitztee, Schwarzholder, Elhorn, Flier, Pisseke, Zibke Allgemeines... Der schwarze Holunder ist in Europa und Westasien beheimatet. Er gehört zu den Caprifoliaceae, den Geißblattgewächsen, er kann 3 - 10 hoch werden. Man findet ihn an Waldrändern, sonnigen Waldschlägen, Bachufern, bei allen menschlichen Siedlungen und in naturbelassenen Gärten. Durch seine anspruchslose Art findet man ihn auch auf Schuttplätzen. Er zählt zu den ältesten Heilpflanzen, in der Mythologie spielt er eine große Rolle. Viele wunderwirkenden Kräfte werden ihm zugeschrieben. Funde aus der Stein- und Bronzezeit zeigen, dass schon in prähistorischer Zeit die Rinde und das gekochte Mus verwendet wurden. Theophrast von Eresos, Dioskurides, Plinius..., alle lobten diesen Strauch wegen seiner heilenden Wirkung. Arzneidroge... Seine Blütezeit ist Mai bis Juli. Der starke Geruch der Blüte geht von angenehm bis unangenehm, je nach Geschmacks-empfinden ist er gewürzhaft oder etwas bitter. In der Monographie werden die getrockneten und gesiebten Blütenstände beschrieben, als auch deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. In der Volksheilkunde finden die Blätter, die Rinde, vor allem die Früchte neben den Blüten Verwendung. Blätter und Rinde, zum Teil auch die Wurzeln riechen eher abstoßend und schmecken etwas bitter. Die Früchte schmecken roh eigentümlich würzig, gekocht haben sie einen lieblichen Charakter. Tee... Die mittlere Tagesdosis wird mit 10 - 15,0g Droge angegeben, den Zubereitungen entsprechend. Siehe Rezeptteil... Inhaltsstoffe und Wirkung... Die Blüten enthalten Flavonoide, vor allem Rutin, Hydrophenylcarbonsäuren, Ester, Triterpene und Phytosterine, ätherisches Öl, Gerbstoff, Schleimstoffe, Saponine... Die Blüten sind schweißtreibend und sind unterstützend zur leichteren Bronchialsekretion. Da sie laut Monographie eine diaphoretische Wirkung haben, ordnet man ihnen eine unterstützende Hilfe bei Erkältungen, fieberhaften Affektionen, Schnupfen, Grippe, Laryngitis, Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, Atemnot, beginnender Pneumonie, Masern, Scharlach, Exantheme..., zu. Den Saft beschreibt man in der Monographie zur Unterstützung bei Trigeminus- und Ischiasneuralgien, Neuritiden, Ohr- und Zahnschmerzen, Alpdrücken und Herzbeschwerden. Aus den reifen Beeren erhält man einen vitamin- und mineralstoffreichen Saft. Volksmedizin... Hier kennen wir ihn innerlich zur "Blutreinigung", bei rheumatischen Erkrankungen, er hat eine stoffwechselanregende und ausscheidungsfördernde Wirkung. Er soll Leber und Milz reinigen, magenstärkend sein, bei Wassersucht helfen. Er wird als Emolliens und Purgans schon bei Kneipp beschrieben. Seine schweißtreibende und fiebersenkende Unterstützung schätzt man sehr. Als Holunderwein, aus reifen Beeren gemacht, ist er gut bei Appetitlosigkeit, Kreislauf-störungen, Bauchgrimmen, soll für guten Stuhlgang sorgen, auch zu einem guten Schlaf verhelfen. Äußerlich kennt man ihn bei "Hitze der Augen" und "Zittern der "Hände". Richtig dosiert soll die Rinde und die Wurzel abführend und stark harntreibend sein. Größere Mengen lösen Erbrechen und starken Durchfall aus. Es kann zu Magen- und Darmentzündungen und Nieren-problemen kommen !!! Der Genuß von rohen, reifen Beeren ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Nur in gekochtem Zustand haben sie ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Schon 2 Likörgläser Frischsaft oder 2 Eßlöffel reife, rohe Beeren können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Auch zu Schüttelfrost kann es kommen... Homöopathie... Hier empfiehlt man den Sambucus D3 bei Wassersucht, übermäßigem Schwitzen, Erkältungskrankheiten und asthmatischen Beschwerden. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen... Hier sind bei den Blüten keine bekannt. Achtung in der Volksheilkunde, wenn Blätter, Beeren roh und Rinde genommen werden... Darreichungsform und Zubereitungen... Als Tee, Fertigarzneimittel in Kombination, Saft, Sirup, Likör und Wein. Als Marmelade oder Gelee, Kompott, die Blüten können in Pfannkuchenteig gebacken werden... Lust auf mehr ??? Schau nach zu den Themen Phytotherapie... Pflanze des Monats August: Die HagebutteSynonyme...Hundsrose, Dornapfel, Hagrose, Hainrose, Heckenrose, Heinzerlein, Hiefenstrauch, Schlafdorn, Buttelrose, Arschkitzler, Frauenrose, Dornröschen, wilde Heiderose, Wildhips, Judendorn, Hundsdorn, Rosendorn, Wipken... Allgemeines... Wir finden sie in Europa, Nordafrika, West- und Nordasien. Es ist ein 2 - 3 m hoher Strauch der steinige Böden, Gebüsche, Hecken, Waldränder und sonnige Heidehänge liebt. Die Blüten sind blassrot oder fast weiß, nicht gefüllt und ohne Duft. Die Scheinfrüchte (Hagebutten) sind leuchtend rot oder rotorange, fleischig und enthalten innen Steinrüchte (behaarte Nüsschen). Arzneidroge... Die Blütezeit ist Juni bis Juli. Vor dem völligen Aufblühen werden die Rosenblüten geerntet und getrocknet (Rosa gallica L., Rosa centifolia L. und Varietäten...) Ihr Duft ist zart und lieblich. Die Wirksamkeit von Fructus Rosae caninae (Hagebuttenkerne) ist nicht belegt, daher kann eine therapeutische Anwen-dung nicht empfohlen werden. Die Kerne sind fast geruchlos, der Absud hat aber ein teeähnliches Aroma. Die Fruchtreife beginnt Mitte September. Pseudofructus Rosae caninae (Hagebuttenschalen) sind in ihrer Wirksamkeit ebenfalls nicht belegt, da der Vitamin C Gehalt der Droge rasch abnimmt. Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich, süß und schwach zusammmenziehend. Die Früchte werden im Herbst nach dem ersten Frost gesammelt. Hagebuttenzubereitungen als Vitamin C Nahrungsergänzungen im Lebensmittelbereich sind sehr beliebt. Hagebutten sind ein Geschmackskorrigens für Teemischungen und ohne Bedenken zu verwenden. Tee... 1 - 2,0 g der Blütendroge im Aufguss auf 200 ml Wasser. Fruchtschalen und Früchte siehe Rezeptteil... Inhaltsstoffe und Wirkung... Rosenblüten: sie enthalten Gerbstoffe. In der Monographie sind sie als leicht adstringierend beschrieben. Sie werden bei leichten Entzündungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut empfohlen. Hagebutten: sie enthalten Vitamin C, Apfel- und Zitronensäure, ein orangefarbiges ätherisches Öl, Spuren von Lecithin, Dextrin, Lignin, Kieselsäure, Eisen..., Wirkprofil siehe oben. Volksmedizin... Man kennt Funde in der Schweiz aus der Steinzeit, wo die Hagebutte schon als Mus bekannt war. Im Altertum nahm man einen Hagebuttenwein gegen "Bauchflüsse" ein, als Stypticum und Stopfmittel war der Wein ebenfalls bekannt. Als Hypocistissaft kannte man den Succus Rosae caninae zur Stärkung des Zahnfleisches, der Zähne, auch bei Haarausfall wurde er empfohlen. In der Volksheilkunde unserer Zeit kennt man die Blüten, die Schalen und Kerne der Hagebutte zur Unterstützung und Stärkung des Immunsystems und empfiehlt sie für eine Frühjahrskur. Man sagt, die Hagebutten sind gut bei Fieber, Erkältung und Husten, bei allgemeiner Schwäche, schlecht heilenden Wunden, sie seien leicht abführend, sind gut zur Unterstützung bei Gries- und Steinleiden der Nieren und Blase, Cholelithiasis... Sie bringen als leichtes Diureticum, als Gicht und Rheumaentlastung, zur Verdauungsanregung und nach zu viel Fettgenuss, Erleichterung. Bei Schlaflosigkeit sollen sie helfen..., auch als Tee ungesüßt getrunken, soll er Diabetikern empfohlen werden. Homöopathie... Aus den frischen Blütenblättern wird eine Essenz hergestellt. Sie wird bei Heufieber und Heuschnupfen empfohlen. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen... Es sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen... Als Tee, Essenz, Hagebuttenwein, Mus, Sirup... Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats Juli: Der OdermennigSynonymeAckerblume, Wundodermennig, Steinwurzel, Brustkraut, Leberklätte, Ackermunt, Adermeng, Ackermännchen, Hagemonde, Fünfblatt, Franzkraut, Lebenskraut, Zöpfchen, Haldemänndle, Hammelschwanz, Königskraut, Beerkraut, Bubenläuse, Laurenzschwanz, Lungenkraut, Magenkraut, Männig, Ottermönch Allgemeines Man findet ihn in allen gemäßigten Zonen Europas, Asiens, Afrikas und in Nordamerika.Er steht gerne an Holzzäunen, Wegrändern, trockenen Wiesen und Rainen. Kalkhaltige Böden liebt er. Arzneidroge Man erntet die Blätter oder die oberirdische Pflanze kurz vor ihrer Blüte in denb Monaten Juni, Juli - September. Die Droge wird nach dem Trocknen zu Tee zerkleinert, oder zu Pulver vermahlen. Die Heilpflanze ist fast geruchlos, schmeckt etwas grasig, bitter und zusammenziehend. Ihr Geruch ist würzig. Tee Zur inneren Anwendung als Tagesdosis 3 - 6,0 g Droge, der Zubereitung entsprechend. Siehe Rezeptteil... Umschläge Es werden mehrmals täglich mit einem 10% igem Dekokt Umschläge empfohlen. Inhaltstoffe und Wirkung Die Blätter enthalten vorwiegend Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide, wenig ätherisches Öl und Kieselsäure. Innerlich: gibt es in der Monographie die >Indikation bei leichter, unspezifischer Diarrhoe und die Empfehlung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Der Odermennig wird als Tonikum amarum innerlich beschrieben, zur Unterstützung der Regulation von Leber und Galle, Cholelithiasis, Ikterus und harnsaurer Diathese. Rheumatismus, Gliederschmerzen und Lumbago werden genannt. Ebenso wird zur unterstützenden Hilfe an Nephrolithiasis, subazidem Magen und Magenkatarrh, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Milzleiden gedacht. Äußerlich: findet man in der Monographie die Aussage... leichte oberflächliche Entzündung der Haut. Er wird auch als Gurgelmittel empfohlen. Volksmedizin Er ist eine der berühmtesten Heilpflanzen des klassischen Altertums und war der Göttin Pallas Athene geweiht. Dioskurides nennt ihn den \"Eupatorios\", von ihm wird er als Wundermittel, gegen Ruhr und Schlangenbisse gelobt. In späterer Zeit bekam er als Lebenmittel große Bedeutung. Kräuterfolianten der Klöster des Mittelalters loben immer wieder den Odermennig - \"Odermenng is das fürnembst Kraut der alten zu allen verstopfften Leberen...\" Man kennt den Odermennig als vorzügliches Wundkraut und Gurgelmittel, nennt ihn als \"wichtiges\" leberstärkendes Kraut, sagt ihm eine Wirkung bei Mundausschlag, Milzsucht, Wassersucht, Harnverhalten, Neigung zu Nierengrieß und Steinbildung, Enuresis, Würmer, Diabetes mellitus, lahmen und kontrakten Gliedern, hartnäckigem Rheumatismus und Hexenschuss zu. Äußerlich kennt man ihn bei Erfrierungen, Warzen, Nasenbluten, Kopfgrind, Augengeschwüren..., auch soll er geburtsfördernd sein... In den letzten Jahrzehnten wurde die Pflanze oft untersucht, die alten gebräuchlichen Anwendungsmöglichkeiten wurden oft bestätigt. Nebenwirkungen, Kontraindikationen Es sind keine bekannt... Darreichungsform und Zubereitungen Als Tee, Pulver, Fertigarzneimittel in galenischen Kombinationen... Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats Juni: Der MäusedornSynonyme...Stechender Mäusedorn, Stechpalme, Myrtendorn, Stechmyrte... Allgemeines... Er gehört zur Familie der Liliengewächse, ist ein dorniger, immergrüner Halbstrauch mit einem dicken, fleischigen Wurzelstock. Der Strauch wird bis zu 80 cm hoch, hat grünweiße, blattstachelständige Blüten und als Früchte trägt er leuchtendrote Beeren. Beheimatet ist er im Mittelmeergebiet und Westeuropa an sonnigen, trockenen Hängen. Arzneidroge... Man erntet den Wurzelstock von Ruscus aculeatus Linne. Dieser wird dann zu Extrakten und deren galenische Zubereitungen verarbeitet. Inhaltsstoffe und Wirkung... In der Arzneidroge sind Steroid - Saponine, Ruscin und Ruscosid enthalten. Als Tagesdosis sind 7 - 11 mg Gesamtruscogenine empfohlen. In der Monografie wird der Mäusedorn zur unterstützenden Therapie bei chronischer, venöser Isuffizienz, als auch bei Beschwerden wie Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen verbunden mit nächtlichen Wadenkrämpfen empfohlen. Schwellungen, Juckreiz, Brennen, entzündete Hämorrhoiden und Analfissuren kann man in der Therapie mit der Arzneidroge ebenfalls gut unterstützen. Man kennt den Mäusedorn als Venentherapeutikum, Antiphlogisticum und auch als unterstützendes Hämostyptikum. Im Tierexperiment fand man eine Erhöhung des Venentonus, eine kapillarabdichtende, entzündungshemmende und ent-wässernde Wirkung. Volksmedizin... Innerlich kennt man ihn hier bei Schmerzen im Kopf- und Brustbereich. In der Humoralpathologie sagt man ihm Hilfe bei der Verstopfung der Nieren und Leber, als auch bei Gelbsucht zu. Er soll Sand im Harn "austreiben". Auch soll er die "Weiberzeit" fördern... Nebenwirkungen und Kontraindikationen... sind keine bekannt. Manchmal, aber selten, kann es zu Magenbeschwerden und Übelkeit kommen. Darreichungsform und Zubereitungen... Als Extrakt, Kapseln, als Arzneimittel in Kombination... Lust auf mehr? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats Mai: Die SchafgarbeSynonyme...Achilles, Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Fasankraut, Gänsezungen, Boanfraßkraut, Dusendtacken, Feldgarbe, Grillenkraut, Heil der Welt, Judenkraut, Frauendank, Grillengras, Schafrippe, Schafzunge, Tausendblatt, Grabenkraut, Gotteshand, Katzenkraut, Margaretenkraut, Lämmerzunge, Wundheiler... Allgemeines... Sie kommt in Europa bis zum Polarkreis und in Asien vor. Sie liebt Raine, Wiesen und Weiden, steht auf sonnigen Schlägen, Weg- oder Ackerrändern und Schutthalden. Sie ist widerstandsfähig und genügsam gegen Hitze, Dürre und Kälte. Nasse Böden meidet sie. Ihre Familie sind die Korbblütler. Arzneidroge... Die Blütezeit ist Juni bis Oktober. Geerntet wird von der Arzneipflanze das blühende Kraut ohne Wurzel von Ende Juni bis Ende August. Das Heilkraut darf nur im Schatten getrocknet werden. Tee.. 4,5 g des Krautes oder 3,0 g Blüten am Tag... (Siehe Rezeptteil...) Inhaltsstoffe und Wirkung... Sie ist ein Amarum, eine Bitterstoffdroge. Die Schafgarbe enthält ätherisches Öl und Proazulene, Bitterstoffe (der Bitterwert der Droge muss laut DAB bei 3000 liegen)... Bei guten Arzneidrogen beträgt der Azulengehalt bis zu 25 % des ätherischen Öls. In der Monographie wird ihr eine choleretische, spasmolytische, antibakterielle und adstringierende, antiphlogistische, sekretionsanregende und appetitanregende Wirkung zugeschrieben. Innerlich... daher bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden im Magen- Darm Bereich und... Äußerlich... für Sitzbäder bei Pelvipathia vegetativa (schmerzhafte Krampfzustände psycho- vegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau) empfohlen. Volksmedizin... Hier finden sich Aussagen zur innerlichen Gabe bei Blutungen, Blutharnen, Regelstörungen, Hämorrhoiden, Husten, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Harnverhalten, Harngrieß, Samenfluss, Ausfluss der Frau, Leibschmerzen, Kopfschmerzen und Zahnweh, Spulwürmer. Sie soll vorbeugend vor Entzündungen von Wunden, auch Schlagfluss helfen. Man kennt die Schafgarbe als "blutreinigendes Kraut". Helfen soll sie bei Nasenbluten, soll die Geschwulst zerteilen, schützen vor Entzündungen und Lähme der Glieder. Sie ist eine große Arzneipflanze in der Hildegardmedizin und zählt zu den großen "Frauenkräutern"... Homöopathie... Aus den frischen, vor der Blüte gesammelten Pflanzen wird eine Essenz hergestellt. Tiermedizin... Bei Rindern, Pferden und Schafen wird sie bei Blähungen und Krämpfen als Teeaufguss eingegeben. Jungen, darmkranken Ferkeln hilft der warme Schafgarbentee in kurzer Zeit. Ein Segen für das Vieh, je mehr Schafgarbe auf der Weide steht. Nebenwirkungen... Es sind keine bekannt... Sehr selten kann es zu einer Kontaktallergie kommen. Gegenanzeige... Es kann zu einer Überempfindlichkeit gegen Korbblütler kommen. Darreichungsform und Zubereitungen Als Tee, Tinktur, Frischpflanzenpresssaft und andere galenische Zubereitungen. Lust auf mehr? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Pflanze des Monats April: LöwenzahnSynonymePusteblume, Maienzahn, Mildistock, Bettseicherkraut, Röhrlkraut, wilde Zichorie, Eierbusch, Eierkraut, Sonnenwirbelkraut, Pfaffenblume, Pferdekraut, Saubleaml, Laternenkraut, Augenmilchkraut, Milchstöckel, Märzenblume, Pampelkraut, Milchrödelwurz, Kettenblume, Hundszahnkraut, Maienzahn, Marienschöpfel. Allgemeines Er ist ein Kosmopolit, gehört zu den Compositae (Korbblütlern). Die Blüten schließen sich nachts oder bei Regenwetter. Er liebt fette Wiesen und Weiden, Ackerränder, Schuttplätze, ist bis in Gebirgsregionen zu finden. Arzneidroge Seine Blütezeit ist April, Mai bis in den Herbst. Offizinell ist das blühene Kraut, die Wurzel mit dem Kraut, oder die Wurzel allein. Die Wurzel schmeckt kurz vor der Blütezeit süßlich — bitter, getrocknet schleimig — süßlich, später herrscht der bittere Geschmack vor. Tee 3—4,0 g (1 El) Droge auf 1 Tasse Wasser (siehe Rezeptteil) Inhaltstoffe und Wirkung Bitterstoffe wie das Taraxacin, Triterpenoide, Phytosterole, Flavonoide, Inulin, Spuren atherischen Öls, Mineralsalze wie Kalium, Calcium, Kieselsäure, Schwefel..., in den frischen Blättern reichlich Vitamin C. In der Monographie steht die Arzneipflanze für Störungen des Gallenflusses, zur Anregung der Diurese, bei Appetltlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden. Sie ist eine Bitterstoffarzneidroge und Diuretlkum. Daher kennt man sie zur Unterstützung als Choleretikum, Cholagogum, bei Pfortaderstau und Ikterus, Milzträgheit, Hämorrhoiden, zur verbesserten Hamsäureausscheidung, Blasen- und Nierensteinen, Bettnässen, Diabetes, chronischern Rheumatismus, Arthrose, chronischer Obstipation, Hautproblemen, Blutarmut und vor allem als „Frühjahrs- und Blutreinigungskur“. Wegen seiner diuretlschen Wirkung solle man am Abend auf die Einnahme verzichten. Volksmedizin Ein „Unkraut"‘ als „Heilkraut“... Es wird zur Verbesserung der Stoffwechsellage und zur Blutreliigung empfohlen. Man nimmt es zur Vorbeugung und Hilfe innerlich und äußerlich... Gicht, Rheuma, Geschwüre, Ekzeme, Flechten, Alterserscheinungen, Darmträgheit, Störung der Leber- und Gallentätigkeit, Zuckerkrankheit, Wassersucht, Fiebermittel, zur Förderung der Menstruation... Der Wurzel wird eine auflösende, erfrischende, reinigende, eröffnende und schweißtreibende, vor allem stärkende Kraft zugeschrieben. Homöopathie Aus der frischen, ganzen Pflanze wird eine Urtinktur hergestellt. Man kennt sie bei Rheuma, Leberleiden und Diabetes zur Unterstützung. Nebenwirkungen Es kann zu superaziden Magenbeschwerden kommen, Kontaktallergie durch den Milchsaft sind möglich. Kontraindikationen Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenempyem, Ileus. Bei Gallensteinen und Grieß Rücksprache mit dem Arzt und Therapeuten halten. Wechselwirkungen... sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Frischpflanzenpresssaft, Tinktur und galenischen Zubereitungen. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Pflanzenheilkunde / Phytotherapie. Pflanze des Monats März: Der KalmusSynonyme...Ackermann, Ackermannswurzel, Ackerwurz, Bajonettstangen, Brustwurz, Gewürzkalmus, Kalmuswürze, Karmsen, Karmeswurzel, Magenwurz, Deutscher Ingwer, Deutscher Zitwer Allgemeines... Der Kalmus ist eine Pflanze die aus Asien zu uns kam, er ist eine sehr alte Heilpflanze. Die Arzneidroge wurde schon in China um 3700 v.Chr. erwähnt, ebenso im Sanskrit der Inder. Unter Matthiolus wird sie erstmals 1570 gezeichnet und beschrieben. Bei uns ist er in stehenden Gewässern und Tümpeln heimisch. Seine Früchte sind rote Beeren, die aber in unserer mitteleuropäischen Gegend sehr selten reifen. Er ist eine wichtige Droge in der Phytotherapie und schon sehr lange in der Volksmedizin beheimatet. Arzneidroge... Gesammelt wird das Rhizom (Wurzelstock) im Frühling bevor die Blätter sprießen, oder im Spätherbst. Der Geruch der Pflanze ist sehr gewürzhaft, der Geschmack ist bitter, würzig als frisch geerntete Ware.Getrocknet als Arzneidroge ist er wesentlich milder. Tee... 1 Tl der Droge auf 1 Tasse Wasser im Kaltansatz... (Siehe Rezeptteil...) Inhaltsstoffe und Wirkung... Er enthält als Wirkstoffe den Bitterstoff Acorin, ätherisches Öl, das harzartige Akoretin, ein Kalamin- Cholin, Schleimstoffe und geringe Mengen Gerbstoff die sich beim Trocknungsprozess bilden. Er ist sekretanregend, tonisierend und reizlindernd, appetitanregend, spasmolytisch, adstringierend und durchblutungsfördernd. Von der Kommission E wurde er nicht bearbeitet. Bei uns ist der asaronfreie, kultivierte nordamerikanische Kalmus als Droge erhältlich und nicht der indische. Dieser enthält über 80% Asaron und war im Tierexperiment kanzerogen. Volksmedizin... Er ist ein ausgezeichnetes Magenmittel, sehr oft zu finden in Tees zur Unterstützung bei Magen- und Darmkatarrhen, langandauernder Schwäche des Magens, er hilft Appetitlosigkeit zu überwinden, bei Dyspepsien und erschlaffter Magenmuskulatur. Zur Pflege des Reizmagens, als auch ein adjuvantes Mittel bei Anorexia nervosa. Er entlastet von Flatulenzen, die Gallensekretion und deren Abfluss wird unterstützt. Man kennt ihn zur Kräftigung des Haarbodens als Absud, für Sitzbäder zur Förderung der Menstruation und zur Mund- und Zahnpflege. Homöopathie... Die Tinktur in Verdünnung wird für alle Störungen des Magen- und Darmtraktes zur Unterstützung empfohlen. Tiermedizin... Die pulverisierte Arzneidroge wird fressunlustigen Tieren in das Futter gestreut, es gilt als magenstärkendes Mittel. Jungen Tieren gibt man es zur Kräftigung. Mit der Kalmusessenz pflegt man Wunden und Geschwüre. Nebenwirkungen und Kontraindikationen... Hier sind keine in der Fachliteratur zu finden... In der Volksheilkunde findet sich ein Hinweis, ihn nicht bei Diarrhoe zu verwenden. Darreichungsform und Zubereitungen Als Tee, Tropfen, Tinktur und als Kalmusöl. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zur Phytotherapie... Pflanze des Monats Februar: Die WollblumeWollblumeSynonyme… Brennkraut, Fackelblume, Fackelkraut, Frauenkunkel, Zöllich, Wollkraut, Himmelbrand, Neunmannskraft, Johanniskerze, Königinkerze, Königskerze, Schafschwanz, Unholdenkerze, Wetterkerze, Unholdenkraut, Frauenkerze, Goldblume, Marienkerze Allgemeines… Sie kommt in Europa und Asien vor, liebt sandigen, lehmhaltigen Boden. Man findet sie an Wegrändern, Hängen und sonnigen Waldlichtungen. Es ist eine zweijährige, kerzengerade, prächtig anzusehende Staude mit ährenartig angeordneten gelben Blüten und weiß- oder rötlichwolligen Staubgefäßen. Ihre Blütezeit ist von Beginn Juli bis Ende September. Arzneidroge… Gesammelt werden die Blüten. Diese dürfen nur bei trockenem, sonnigem Wetter geerntet werden und müssen sofort aus den Kelchen gezupft werden. Der Geruch und Geschmack der frischen Pflanzen und Blüten ist nicht angenehm, aber getrocknet riechen die Blüten honigartig. Die Pflanze schmeckt süßlich und schleimig. Tee… Die Tagesdosis ist 3 – 4 g Droge, der Zubereitung entsprechend. Inhaltstoffe und Wirkung… Neben Eibisch und der gemeinen Malve zählt sie mit ihren Schleimpolysacchariden zu den schleimreichs-ten Heilpflanzen. Die Blüten enthalten Saponine, bis zu 10% Zucker und ätherisches Öl. Ihr Wirkprofil ist reizlindernd und expectorierend. Man nimmt sie laut Monographie für Katarrhe der Luftwege. Als Expectorans wird sie bei allen Erkrankungen der Atemwege empfohlen wie… Innerlich bei Husten, Pertussis, Bronchitis, Laryngitis, Pharyngitis, Heiserkeit, Atemnot und Asthma, Hämoptoe, Schnupfen mit Tränenfluß. Äußerlich bei Ohrenschmerzen und beginnender Otitis media als Auflage, ebenso Schwerhörigkeit und Tinnitus, verhärtetem Ohrschmalzpfropfen und die Tinktur bei Neuralgien im Gesicht. Volksmedizin… In der Volksheilkunde werden auch die Blätter und Wurzeln genommen. Die Wurzeln werden zeitig im Frühjahr geerntet, bevor das Kraut zu blühen beginnt. Die Blätter werden unmittelbar nach der Blüte geerntet, auch diese nur bei sonnigem Wetter. Die Kraft der Pflanze diente zur Unterstützung bei allen Gebrechen der Brust, Husten, Blutspeien, Brust-schmerz, Bauchflüsse und Krämpfen, Grimmen, Nachwehen, Fiebermittel verbunden mit trockenem, bellendem Reizhusten. Es soll auch als wohltuendes Klistier bei Hämorrhoiden Verwendung finden… Als Empfehlungen für hitzige Augen, Zahnschmerz, hitzige Geschwüre des Afters und der heimlichen Glieder, als reinigendes, schmerzlinderndes, auflösendes Bad kannte man es bei eitrigen Wunden, nässenden Flechten, entzündlichen und schmerzhaften Hauterkrankungen, Abszessen, und Unreinheiten der Haut. Als Einreibung bei gichtigen und rheumatischen Schmerzen sollte es rasch Linderung schaffen. Homöopathie… Hier wird aus dem frischen, zur Blütezeit gesammelten Kraut eine Tinktur hergestellt. Sie kann innerlich und äußerlich genommen werden. Erfolgreich soll sie bei Heiserkeit, Halsentzündung und Luftröhrenkatarrh sein, ebenso bei neuralgischen Gesichtsschmerzen in der äußerlichen Anwendung. Tiermedizin… Blüten und Blätter werden als Tee den hustenden Tieren eingeflößt, um eine hustenreizlindernde und schleimlösende Unterstützung zu geben. Nebenwirkungen, Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Tinktur, Pulver, Fertigarzneimittel in Kombination, als Auflagen, für Umschläge und Bäder. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie… Pflanze des Monats Januar: Der EibischSynonyme...Alte Eh, Heilwurz, Eibische, Altee, Hilfwurz, Ibsche, Samtpappel, Ibisch, Alter Thee, Driantenwurzel, Flusskraut, Heimischwurzel, Schleimwurzel, Weiße Malve, Weißwurzel, Weiße Pappel... Allgemeines... Der Eibisch ist in Südeuropa heimisch, man sieht ihn dort in Bauerngärten stehen, er kommt aber auch in Asien und Nordamerika vor. Als Heilpflanze wird er in Kulturen angebaut, in unseren Gärten steht ein Verwandter, der Roseneibisch. Wegen seiner herrlichen Blüten und seiner Größe, er wird bis zu 1,5 m hoch, ist er als Zierpflanze sehr beliebt. Er liebt tiefgründigen und feuchten, salzhaltigen Boden, steht daher oft auf Viehweiden und Wiesen. Arzneidroge... Seine Blütezeit ist Juni bis Ende August, die Wurzeln, Blätter und Blüten sind zu verwenden. Die Wurzeln werden im Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst geerntet, die Blätter grundsätzlich nach der Blütezeit, da dann der Gehalt an Pflanzenschleim zunimmt. Der Geruch der Wurzel ist eigentümlich, aber schwach. Der Geschmack ist schleimig. Inhaltsstoffe und Wirkung... Blätter und Wurzeln enthalten Schleimstoffe, Stärke, Zucker, Pektin, Gerbstoffe und Mineralsalze. Die Blätter wie auch die Wurzeln sind laut ihrer Monographie reizlindernd. Sie hemmen die mukoziliäre Aktivität und steigern die Phagozytose. Volksmedizin... Der berühmte Naturarzt Hufeland schätzte den Eibisch besonders bei Lungenleiden. Richtig zubereitet, soll er sehr günstig bei Husten, Keuchhusten, Bronchitis und Bonchialasthma sein. Auch für Erkrankungen des Verdauungsapparates und der Harnorgane verwendet ihn die Volksmedizin. So bei Blasenkatarrh, schmerhaftem Urinieren, Weißfluss der Frauen, als Frauentee bei leichten Entzündungen regelmäßig getrunken, soll er Hilfe bringen. Er soll gut tun bei Durchfall, Brechdurchfall und Colitis ulcerosa. Hier wird empfohlen, den Tee ungesüßt und schluckweise zu trinken. Lauwarm kann er als Klistier für Kleinkinder und Erwachsene bei Darmträgheit angewendet werden. Äußerlich kennt man ihn für viele Anwendungen. Man legt ihn bei Entzündungen der Haut auf, wechselt alle zwei Stunden die Auflage. Ebenso soll er bei Brandwunden zur Schmerzlinderung helfen. Man nimmt dafür die Wurzeln, um einen Breiumschlag herzustellen. Bei Insektenstichen kann man sich mit einem frisch zerquetschten Blätterbrei helfen. In der Volksheilkunde kennt man noch Eibischwurzelwein, oder die Wurzeln sollen warm gegessen werden... Homöopathie... Als Dil. D1 können bei allen genannten Problemen 3 x tgl. 10 Tropfen genommen werden. Nebenwirkungen, Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Sirup, Bonbons... Tiermedizin... Warme Auflagen sollen Euterverhärtungen rasch zum Abklingen bringen. Bei Husten und Lungenerkrankungen, Darmerkrankungen, Durchfall und Koliken soll man ihn warm als Tee zum trinken geben. Als Umschläge kennt man ebenfalls die erweichende Wirkung bei Haustieren und Stallvieh. Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zur Phytotherapie... Der SanddornSynonymeSeedorn, Stranddorn, Amritscherl, Audorn, Dünendorn, Fasanbeere, Haffdorn, Korallenbeere, Sandbeere, rote Schlehen, Weisseldorn. Allgemeines Eigentich ein nicht sehr großer Strauch, er kann sich aber bis zu 5 Meter hoch auswachsen. Er hat dornige, abstehende Äste. Die weidenähnlichen Blätter sind an der Unterseite weißlich glänzend. Die Blüten sind unscheinbar, die Früchte sind leuchtend orangerote Beeren. Heimisch ist er in Europa und in einigen nördlichen Teilen Asiens. Er gedeiht in Dünenbänken am Meer, an Ufern und Böschungen der Flüsse und Bäche der Alpen. Er ist ein sehr genügsamer Strauch, er befestigt gut losen Boden, daher steht er gerne an Autobahnböschungen. Sanddornbeeren Fruchtreife ist September und Oktober. Die Beeren haben einen säuerlich- mild-aromatischen Geschmack und einen herbfrischen Geruch. Das fette Öl wird aus den Samen und aus dem Fruchtfleisch gewonnen. Inhaltsstoffe und Wirkung Fruchtsäuren, reich an Vitamin C, B - Vitamine, Flavonoide und Carotinoide, Lycopin und Zuckeralkohole. In den Samen sind 12 % sehr fettes Öl enthalten... Von der Pharmakologie weiß man, dass die Droge sehr Vitamin C reich ist. Das Sanddornöl zeigt eine leber-, ulcus- und tumorprotektive, antioxidative und wundheilungsfördernde Wirkung. Die Wirkung der Beeren ist bislang noch nicht ausreichend klinisch geprüft. Verzehrempfehlung Man sollte 5,0 - 10,0 g eines der Sanddornprodukte täglich genießen. In Apotheken, Drogerien, Reformhäusern und Naturkostläden findet man einige Sanddornprodukte. In der Winterzeit kann man seinen Vitamin C Bedarf mit 3 Esslöffel voll sehr gut unterstützen. Volksmedizin Hier kennen wir den Sanddorn zur Infektprophylaxe, zur Rekonvaleszenz, eine Vitaminbombe als Frühjahrskur, für Kinder ins Müsli oder Quark, Sportler lieben den "Fitmacher". Er soll kräftigen, stärken und regenerieren. Das Sanddornöl kann als wertvolles Therapeutikum für die Haut empfohlen werden. Nebenwirkungen und Kontraindikationen ... sind keine bekannt Säfte, Sirupe, Marmelade, Bonbons, Fruchtschnitten, Naturkosmetika, Hautöl Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zur Phytotherapie... Die SchleheSynonyme...Bockbeerli, Haferpflaume, Hagedorn, Kietschkepflaume, Sauerpflaume, Schwarzdorn, Schlehdorn, Effken, Dornschleha, Hageldorn, Sauerdorn, Schlaia, Schlechbeeri, Schliehen, Schlingenstrauch, Schlinken Allgemeines... Man findet den Strauch meist an Waldrändern, Heiden und Weiden, er liebt Kalkböden. Oft wird er wegen seiner Dornen zu Naturhecken gepflanzt, die weitausholenden und vielen Wurzeln eignen sich gut für Hangbefestigungen. Arzneidroge... Fruchtreife ist Oktober, aber erst wenn sie gut durchgefroren ist, verliert sie ihren herben Geschmack. Geruch und Geschmack der Früchte sind eigen und bittermandelartig. Sammeln: Blüten - April und Mai, Früchte - Oktober und November. Inhaltsstoffe und Wirkung... Gerbstoffe, Apfelsäure, weitere organische Säuren..., die Schlehe hat eine adstringierende Wirkung. Die Blüten und die Früchte sind offizinell. In erster Linie nimmt man die frische oder getrocknete, reife Frucht und deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Sie werden als Diureticum und zur Blutreinigung verwendet. Bei Wassersucht, Harnverhaltung, Prostatahypertrophie, Magen- und Blähungsbeschwerden, bei Übelkeit und zur Stoffwechselanregung, als Herztonikum, bei Brustbeklemmung, Neurosen, bei Beschwerden des Respirationstraktes, und bei leichten Stauungen sollen sie helfen. Die Frucht hat eine leicht stopfende Wirkung. Den Schlehensirup kennt man als stoffwechselanregendes Mittel mit einer antirheumatischen Unterstützung. In der Winterzeit ist er ein natürliches, vorbeugendes Grippemittel, er soll auch zur Stärkung in der Rekonvaleszenz helfen. Volksmedizin... Die Blüten werden für leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut genommen werden. Kneipp war ein großer Anhänger der Schlehenblüten, da sie für ihn ein unschädliches Abführmittel und magenstärkend waren. Als Tee sollen sie harntreibend wirken, sie werden bei Wassersucht und Steinbildung emnpfohlen, auch sollen sie den Schleim bei Katarrhen lösen. Die Früchte werden zu Saft oder köstlich schmeckendes Mus verarbeitet. Sie werden bei unregelmäßigem Stuhlgang und Obstipation empfohlen, besonders bei Kindern. Auch bei Hautausschlägen, Hautunreinheiten, schwärenden Augen, Augenfluss und Nasenbluten soll der Saft helfen. Nebenwirkungen und Kontraindikationen... sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen... als Tee, Saft, Sirup und Mus, homöopathisches Mittel. Homöopathie... Als homöopathische Essenz "Prunus spinosa dil. D2" Anwendung bei Hämorrhoiden, Störungen im Magen- Darm- Trakt, Darmkoliken, Blasenkrämpfe, Gicht, Rheuma, Erkrankungen der Luftwege in Verbindung mit Atembeschwerden... Lust auf mehr ??? Schau nach bei den Themen zu Phytotherapie... Der SpitzwegerichSynonyme...Gorthel, Heufressa, Ripplichkraut, Rossrippe, Spießkraut, Spitzfederich, Spitz — Wegeblatt, Wegetritt, Hundsrippen, Lämmerzunge, Lungenblattl, Siebenrippen, Schafzunge, Rippenkraut, Schlangenzunge... Allgemeines... Wir kennen verschiedene Wegericharten, vor allem den Spitz- und den Breitwegerich. Er ist eine Wiesenpflanze, aber man findet ihn an Rainen, Wegrändern, in Gräben und auf feuchtem Ödland, er ist ein Kosmopolit, liebt trockene und grasige Standorte. Arzneidroge... Man erntet die Blätter von Anfang Mai bis Ende August, so lange die Pflanze blüht. Blätter und Wurzeln sind fast geruchlos, riechen schwach grasig und haben einen schwach salzigen, zusammenziehenden Geschmack. Es sollen nur die grünen getrockneten Blätter verwendet werden, keine verfärbten. Die Blätter sind offizinell, die Wurzeln nicht, er ist eine uralte Heilpflanze. Inhaltstoffe und Wirkung... 2 — 6 % Schleimstoffe, 2 — 3 % Iridoidglykoside wie Aucubin und Catalpol, Gerbstoffe, Flavonoide... Anwendungsart: die zerkleinerte Droge, andere galenische Zubereitungen zur inneren und äußeren Anwendung. Indikationen nach Kommission E... Innere Anwendung: Katarrhe der Luftwege, entzündliche Veränderungen der Rachenschleimhaut Äußere Anwendung entzündliche Veränderungen der Haut Die Wirkung des Spitzwegerich ist... Reizmildernd wegen seines Schleimgehaltes, adstringierend wegen seiner Gerbstoffe, antibakteriell wegen der Iridoide, ferner antiphlogistisch. Er fördert die Wundheilung. Volksmedizin... Hier kennt man den Spitzwegerich als frische Blätter, für die Erstversorgung auf Wunden gelegt, diese werden immer wieder gewechselt..., auch Bienenstiche soll er beruhigen... Umschläge mit frischem Spitzwegerichsaft sollen immer wiederkehrende Kopfschmerzen lindern... Als altbewährtes Hausmittel kennt man den „Spitzwegerichsirup“ oder „Erdkammersirup“. Er wird bei Verschleimungen und Husten gegeben, er ist ein Mittelchen für eine „Blutreinigungskur“ Als Hausmittel soll er auch der „verstopften“ Leber, der Niere und der Blase, der Gicht und bei „Grimmen“ durch Versehrung der Därme, gut tun... Nebenwirkungen, Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen Als Tee, in Teemischungen, als Frischpflanzenpresssaft, als Spitzwegerichsirup, als Zusatz in Hustensäften und anderen Fluidextrakten... Lust auf mehr ??? Dann sehen Sie hier immer wieder vorbei und schauen nach unter Pflanzenheilkunde. Das FeldstiefmütterchenSynonyme…Ackerstiefmütterchen, Ackerveilchen, Brachveilchen, Feldstiefmütterchen, Dreifaltigkeitsblume, Jesusblümchen, wohlriechendes Veilchen… Allgemeines… Wir kennen zwei Arten, welche in allen gemäßigten Zonen vorkommen, Viola tricolor vulgaris und arvensis, sie sind in Europa und Asien beheimatet. Wir finden die kleinere Viola tric. arv., sie blüht meist dreifarbig, oft aber gelblich - weiß auf Äcker, die etwas größere Viola tric. vulg. blüht in einem schönen violett auf Wiesen und Triften. Arzneidroge… Man erntet das blühende Kraut in den Monaten Mai – August. Es hat einen etwas eigenartigen Duft, schmeckt süß und schleimig. Inhaltstoffe und Wirkung… Salicylsäure und Derivate, Schleimstoffe und Flavonoide, ca. 5 % Gerbstoffe, Carotinoide und Cumarine… Weil das Stiefmütterchen eine antiphlogistische, antioxidative und cortisonähnliche Wirkung hat, wird es äußerlich und innerlich bei verschiedenen Hauterkrankungen empfohlen, gleichzeitig ist es wegen seiner Schleimstoffe reizlindernd. Milchschorf, trockene Ekzeme, Windeldermatitis und bei seborrhoischen Hautproblemen hat das Stief-mütterchen wohltuende Eigenschaften. Hier nimmt man es für Bäder, Umschläge und Salben, aber auch innerlich als Tee. Eine langdauernde Einnahme und äußere Anwendung ist bei Akne, Impetigo und chronischem Ekzem zu empfehlen. Ganzkörperwaschungen sind bei Pruritus und nässenden Ekzemen lindernd. Bitte denkt aber auch an die Grunderkrankungen !!! Bei respiratorischen Erkrankungen, wie Katarrhen, Halsentzündungen (gurgeln), fiebrigen Erkältungen und Keuchhusten, hat es auch eine expectorierende und beruhigende Wirkung. Volksmedizin… Hier kennen wir es zur „Blutreinigung“, bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht, denn es hat eine stoffwechselanregende und ausscheidungsfördernde Wirkung. Nebenwirkungen, Kontraindikationen sind keine bekannt. Darreichungsform und Zubereitungen als Tee, Tinktur, Extrakt, Pulver, Fertigarzneimittel in Kombination, als Auflagen, für Umschläge und Bäder. Sehen Sie dazu die "Rezepte" nach Ihrer Anmeldung bei DocCheck. Lust auf mehr ??? Dann sehen Sie hier immer wieder vorbei und schauen nach unter Pflanzenheilkunde. |
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